child aids awareness expedition
child aids awareness expedition
von Regina Marunde
Unter dem Motto “Das Leben muss nicht positiv beginnen”, startete im November eine neue Expedition vom Team Joachim Franz. Da die Rate der Kinder, die schon mit dem Aids-Virus geboren werden, von Jahr zu Jahr zunimmt, ist hier Aufklärung geboten. Um das Schicksal dieser Kinder zu verdeutlichen, musste eine Expedition her.
“Was machst du eigentlich im Winter?”
Ursprünglich war ein reines Männerteam eingeplant, doch Ende Juli gab es eine kleine Umstellung. Joachim besuchte mich in Berlin und eröffnete unsere Begegnung mit den Worten: “Du, was machst Du eigentlich im Winter?” Bei solchen Einleitungen bekommt mein Freund Rainer schon immer eine Gänsehaut, da er ahnt, dass eine neue Aktion ansteht. Und so war es natürlich auch in diesem Fall. Joachim brauchte mich gar nicht großartig überreden, denn etwas ganz Neues zu tun und das im Kampf gegen Aids – klar bin ich dabei. So ein Berg sollte doch keine Schwierigkeit darstellen… Es gab nur eine kleine Einschränkung meinerseits – Rainer muss mit. Das war wiederum kein Problem, denn Fotografen werden schließlich gebraucht und müssen nur von ihren wichtigen Aufgaben überzeugt werden. Und wer Joachim kennt, der weiß, dass man eigentlich nicht “NEIN” sagen kann und natürlich schon gar nicht, wenn wir ihn beide darum bitten…
Menschen mit Banner aufrütteln
Die Idee: Der höchste Berg Südamerikas – der Aconcagua (6.959 Meter) – soll mit einer elfköpfigen Gruppe bestiegen werden. Am Gipfel soll ein Banner mit der Aufschrift “WHY?” aufgestellt werden, dass den Kampf gegen Aids symbolisiert und ein weiteres Zeichen setzt, um die Menschen aufzurütteln.
Unterstützung für ein Projekt in Santiago de Chile
Das zweite große Ziel: Mit dieser Aktion soll ein Projekt in Santiago de Chile unterstützt werden. Schon im vergangenen Jahr besuchten wir während der Panamericana ein Kinderheim in Santiago mit an Aids erkrankten Kindern. Dieses wird liebevoll von Nonnen betreut, doch ist das Heim viel zu klein, baufällig und hat einen extrem ungünstigen Standort, der die Lebensqualität der Kinder stark verschlechtert. Somit soll durch Spendeneinnahmen ein neues Heim gebaut werden. Mehr Informationen und auch das Spendenkonto gibt es auf der Seite www.team-joachim-franz.de.
Gipfelsturm höchst anstrengend
Unser Gipfelsturm gelang am 6. Dezember nach einer Kräfte zehrenden Vorbereitung. Dass letztendlich nur einer von uns ganz oben stand, verdeutlicht die Schwierigkeit dieses Berges. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass mir an diesem Berg Grenzen gesetzt werden und man nicht einfach mal so dort “hochspaziert”. Einer Erfahrung reicher und glücklich, dass unsere Expedition zu einem guten Ende kam, flogen wir kurz vor Weihnachten wieder gen Heimat. Das schönste Weihnachtsgeschenk, das wir mit auf den Weg bekamen, war sicherlich die abschließende Pressekonferenz, mit der Verkündung des Bürgermeisters, dass er ein neues Grundstück für unser Projekt zusichert. Nun gilt es für alle an dem Projekt zu arbeiten und Spenden zu sammeln, sodass spätestens in einem Jahr die Grundsteinlegung gefeiert werden kann.